Saison 2009
ADAC / PRS Havelland Rallye
3.ter Platz beim saisonfinale
Schon bei der Besichtigung der Wertungsprüfungen wurde schnell klar, dass man hier nicht nur schnell, sondern auch besonders Material schonend zu Werke gehen musste. Die Sonderprüfungen waren voller tiefer Schlaglöscher gepaart mit einem sehr hohen Schotteranteil, die nicht mit unserem Asphaltfahrwerk harmonierten. Die Rallye startete am Freitagabend mit 4 WP’s dunklen, wovon 2 über ein Militärgelände bei Potsdam führten. Die Strecken dort waren äußerst rutschig, wie auf Schmierseife wodurch wir gleich mal neben der Strecke landeten. Glücklicherweise kostete dieser Fehler nur Zeit, ohne Spuren am Auto zu hinterlassen. Durch den Zeitverlust waren wir gezwungen, um nicht den Anschluss an die Spitzengruppe zu verlieren, auf den nächsten Prüfungen mehr zu attackieren. Mit 3 Top 4 Zeiten, konnten wir uns auf den 4.ten Platz vorkämpfen und den Anschluss an die Spitze halten. Am Samstag ging es dann auf 8 Materialmordende WP’s, bei denen wir schnell den richtigen Speed fanden, ohne das Material zu sehr zu beanspruchen. Bis zum Mittagservice lagen wir nur knapp 20 Sek. hinter dem vorzeitigen Gewinner der Meisterschaft. Danach sollte alles noch mal richtig spannend werden. Direkt auf der ersten WP nach dem Service, schleppten wir uns mit einem Plattfuss ins Ziel und mussten nun noch 3 Wertungsprüfungen mit nur noch einem Ersatzrad bewältigen. Daher nahmen wir von da an das Tempo raus, um nicht noch einen Ausfall bei der letzten Rallye des Jahres zu riskieren. Trotz zurückhaltender Gangart platze uns diesmal gleich zu beginn derselben WP ein Reifen und wir mussten 12 Km auf der Felge zurücklegen. Wir befürchteten sogar mehr als einen Reifen beschädigt zu haben und wussten nicht, ob wir das Ziel noch erreichen würden. Am Ende der WP schauten wir nach und waren froh, dass es nur ein Rad erwischt hatte. Beim überprüfen der anderen Räder fiel mir auf, dass in einem Reifen ein kleiner Schnitt zu sehen war und wir immer noch eine Prüfung zu absolvieren hatten. Somit wurde aus der letzten Prüfung eine Zitterpartie und wir trugen das Auto förmlich über die Strecke. Erst nach Erreichen der Zielrampe wisch die Anspannung der Freude, denn wir hatten nicht nur das Ziel erreicht sondern zuvor auch soviel Vorsprung auf die Konkurrenz herausgefahren, dass wir sogar unser bestes Saisonergebnis schafften und 3.ter wurden. Es war eine Saison mit Höhen und Tiefen, jedoch auf eines konnte man sich immer verlassen und zwar dass das Auto durch die Jungs von de Fries Motorsport immer optimal vorbereitet war und wir selbst bei der härtesten Rallye keinerlei technischer Probleme hatten. Hierfür noch mal ein riesiges Dankeschön!
ADAC Ostsee-Rallye
Großer Zeitverlust nach perfektem Start
Die Ostsee-Rallye präsentierte sich von seiner schönsten Seite bei besten Wetterbedingungen und sehr schnellen und anspruchsvollen Strecken. Direkt zu Beginn der Rallye konnten wir uns mit schnellen Zeiten in den Top 5 der HJS-DRM behaupten. Bis zur sechsten Wertungsprüfung lieferten wir uns einen sehr engen Kampf mit unseren direkten Konkurrenten, dabei wechselten die Positionen quasi nach jeder WP. Obwohl wir bereits am Limit unterwegs waren, hatten wir uns für die am Nachmittag zu absolvierenden WP’s eine Tempoerhöhung vorgenommen um unsere Position zu festigen. Leider kam es mal wieder anders als geplant. Beim Training am Tag zuvor, hatte ich das Tempo auf den Prüfungen unterschätzt und somit passte der Aufschrieb nicht. Nach einigen Aha-Momenten, bei denen wir nur mit sehr viel Glück nicht von der Strecke abgekommen sind, blieb uns nichts anderes übrig, als das Tempo zu drosseln. Dadurch vielen wir natürlich immer weiter zurück und mussten uns am Ende mit Platz 7 zufrieden geben. Ein wirklich fantastisches Erlebnis war der Zuschauerrundkurs direkt am Hafen von Neustadt. Bei dieser Prüfung wurden immer 5 Autos im 10sek Takt auf Zeitenjagd geschickt. Ein wahres Spektakel für die Zuschauer, bei dem es so auf die Motorleistung ankam. Daher konnten wir zum ersten Mal eine zweitschnellste Zeit fahren, was uns am Ende auch recht zufrieden stimmte. Unser Auto wurde wie immer perfekt von der Truppe von de Fries Motorsport vorbereitet und lief wie ein Uhrwerk. Nun freuen wir uns auf die 3-Städte Rallye und hoffen dort auf eine fehler- und problemfreie Rallye.
ADAC Eifel Rallye
Fehler verhindert Top-Ergebnis
Nach einem tollen Ergebnis bei der Litermont-Rallye starteten wir hoch motiviert mit dem Ziel ein ähnlich gutes Ergebnis einzufahren. Lediglich das wechselhafte Wetter machte uns ein wenig Sorge, da wir mit dem Astra und den Toyo Reifen noch nie unter solch rutschigen Bedingungen gefahren sind und daher nur schwer das Fahrverhalten einschätzen konnten. Auf der ersten Schleife am Samstagmorgen zeigte sich aber schnell, dass die Befürchtungen unbegründet waren. Bei teilweise starken Regenschauern und überaus rutschigen Strecken konnten wir uns durch die richtige Reifenwahl und dem richtigen Speed auf den 5.ten Platz vorkämpfen mit nur 5 Sekunden Rückstand auf den viert platzierten. Beim 2.ten Durchgang gingen wir es leider etwas zu vorsichtig an und verloren wieder einige Sekunden. Während der beiden Nachmittagsschleifen wollten wir dann den verloren Boden wieder gut machen und auf Angriff fahren. Dies gelang uns auch zuerst recht gut, obwohl die Reifen schon ziemlich gelitten hatten. Dann kam der entscheidende Fehler, auf der WP Lehwlad, ein Rundkurs mit einer Runde plus Ausfahrt, war ich so sehr damit beschäftigt den Astra beim Anbremsen auf dem schlammigen Waldweg auf Kurs zu halten, dass ich anstatt rechts in die Ausfahrt abzubiegen, links in eine weitere Runde lenkte. Da ich keine anderen Teilnehmer gefährden wollte und auch keine Strafe der Rennkommissare erhalten wollte, entschied ich mich die Runde zu Ende zu fahren. Damit war die Rallye natürlich gelaufen und der damit verbundene Zeitrückstand nicht mehr einzuholen. Die letzte Schleife der Rallye fuhren wir dann nur noch auf Sicherheit, um nicht auch noch einen Unfall zu riskieren. Das Ergebnis war sehr frustrierend, dennoch konnten wir dem Wochenende einiges gutes Abgewinnen, da die gefahrenen Zeiten ganz ordentlich waren und wir mit der Reifenwahl meist richtig gelegen haben. Hierfür auch noch mal ein riesiges Dankeschön an die Jungs von de Fries Motorsport.
ADAC Litermont-Rallye
Klasse Ergebnis nach schwachem Saisonstart
Nachdem es zum Saisonbeginn nicht so rund lief, die Eingewöhnungsphase an das neue Arbeitsgerät doch erheblich länger dauerte als erhofft und auch kleinere technische Probleme dazu kamen, sollte sich das Blatt bei der Litermont-Rallye rund um Saarwellingen wenden. Direkt auf der ersten und längsten Wertungsprüfung attackierte das Team Velte / de Fries und setzte die drittschnellste Zeit. Bei den darauffolgenden beiden Prüfungen lief es nicht ganz so gut und so fand sich das Team zum ersten Service auf dem vierten Platz wieder. Hoch motiviert ging es dann in die zweite Runde der Rallye mit dem Ziel, auf der längsten WP, mit dem höchsten Schotteranteil, noch eine bessere Zeit zu setzten und den dritten Rang zurückzuerobern. Zuerst sah es auch sehr gut aus, doch die flotte Gangart wurde durch zwei Gelbphasen und einem immer langsamer werdenden Fahrzeug, vor dem heranstürmenden Mario Velte, unterbrochen. Somit blieb die erhoffte Aufholjagd erstmal erfolglos und man fand sich beim 2.ten Service nur noch auf dem 5.ten Platz wieder. Trotz des Rückschlags ließ sich das Team davon nicht aus der Ruhe bringen und kämpfte bis zum Ende der Rallye. Durch die mittlerweile sehr routinierte „Navigation“ der Beifahrerin, Sophie de Fries, und dem absolut fehlerfrei laufenden Opel Astra CDTI, vorbereitet von den Mechanikern von de Fries Motorsport, schaffte es das Team doch noch auf den vierten Rang der Dieselwertung. Strahlend trafen die beiden im Ziel ein und hoffen bei der nächsten Rallye in der Eifel ein ähnlich gutes Ergebnis einfahren zu können.
HJS Diesel Rallye Masters 2009
In der Saison 2009 wird das Team Mario Velte / Sophie de Fries an der HJS Diesel Rallye Masters, mit einem Opel Astra GTC, teilnehmen. Dabei verlässt man sich, wie auch in den vergangenen Jahren, auf die zuverlässige Arbeit vom Team de Fries Motorsport, die das Einsatzgerät betreuen und warten werden. Die Meisterschaft wird im Rahmen von 7 Rallye-Veranstaltungen in ganz Deutschland ausgetragen und wir freuen uns schon sehr auf den ersten Einsatz im neuen Arbeitsgerät. Weitere Infos und Bilder folgen in Kürze. |