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Saison 2008
Saarland Rallye 2008
Aufholjagd nach Plattfuß Um bei der Saarland Rallye, einem Lauf zur Deutschen Rallyemeisterschaft, mit unserem Rennzwerg nicht unterzugehen, wollten Geo und ich uns in absoluter Bestform präsentieren. Am Freitagabend startete die Rallye mit einem Zuschauerrundkurs durch die Innenstadt von Merzig. Diese Prüfung galt es gleich 2 mal in der Dunkelheit zu absolvieren. Eine tolle Atmosphäre erwartete uns in Merzig und alles lief prima, lediglich mit der Reifenwahl war ich nicht zufrieden, da wir nicht genügend Grip hatten. Im zweiten Durchgang entschieden wir uns für eine andere Reifenkombination und benötigten 11sek weniger als im ersten Durchgang. Am Ende der ersten Etappe konnten wir mit unserem unterlegenen Ignis gleich 10 Plätze gutmachen und freuten uns auf den 2.ten Tag. Nach dem Rundkurs am Abend, bei absolut trockenen Bedingungen, begann es am Samstag zu regnen und die Strecken wurden von Minute zu Minute immer rutschiger. Da die allradgetriebenen Fahrzeuge im vorderen Starterfeld jede Menge Matsch und Schlamm, durch das so genannte Cutten, auf die Strecken beförderten, war es sehr schwierig den richtigen Rhythmus zwischen Aggressivität und Vorsicht zu finden. Zu allem Überfluss, handelten wir uns auf einem sehr brutalen Schotterabschnitt der 3.ten Prüfung des Tages einen Reifenschaden ein. Da wir es unmöglich so über die Ziellinie geschafft hätten, entschieden wir uns den Reifen während der Prüfung zu wechseln. Dies kostete uns über acht Minuten und wir fanden uns, mit einem Rückstand von knapp 6 Minuten auf den vorletzten, am Ende des Feldes wieder. So hatten wir uns unseren Saisonabschluss natürlich nicht vorgestellt und starteten eine eindrucksvolle Aufholjagd. Da der Regen immer stärker wurde und die Strecken umso rutschiger, konnten wir unseren Leistungsnachteil durch eine fehlerfreie Fahrt etwas kompensieren. Noch nie zuvor sind wir bei solch schmiereigen Bedingungen und mit so viel Aquaplaning gefahren. Dennoch fanden wir einen sehr guten Rhythmus und haben noch einmal alles aus unserem kleinen Renner rausgeholt. Vor der letzten WP, dem Zuschauerrundkurs in Dillingen, betrug unser Rückstand lediglich 0.8 Sek. Wir konnten es kaum glauben, wie viel Zeit wir während der letzten Wertungsprüfungen gutgemacht hatten. Unser Ziel, nicht Letzte zu werden, schien greifbar nah und wir wollten unsere Chance auf den letzten Kilometern nutzen. Es ließ sich nur schwer abschätzen, wie viel Grip die Fahrbahn in Dillingen liefern würde, da kurz zuvor ein Fahrzeug viel Öl verloren hatte und die Strecke mit Bindemittel übersäht war. Doch wir meisterten auch diese Prüfung ohne Fehler und konnten unserem Kontrahenten sogar 36 Sekunden abnehmen. Das stimmte uns zufrieden und es wurde doch noch ein gelungener Saisonabschluss, trotz der Probleme am Morgen. Es war ein sehr kurzes und dennoch sehr lehrreiches Jahr mit meinem Beifahrer Georg Ringhof. Ich bin sehr dankbar, dass ich soviel von seiner langjährigen Erfahrung hab lernen dürfen und freue mich auf nächstes Jahr. Vielleicht lässt er sich ja doch noch zu der ein oder anderen Rallye mit mir überreden, obwohl er nach diesem Jahr endgültig dem aktiven Motorsport den Rücken kehren wollte. Ein Dank auch an die Truppe rund um Jörg A. de Fries, sie haben mir wie immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden und immer ihr Bestes gegeben. Jetzt fehlt nur noch der richtige Sponsor, damit ich im nächsten Jahr in der DRM angreifen kann.
Rallye Alzey 2008
Klassensieg unter besonderen Bedingungen Da ein Start auf einem turbobefeuerten Allradler einen enorm höhen Spaßfaktor mit sich bringt, entschieden wir uns bei der Rallye Alzey mit einem Mitsubishi EVO 3 an den Start zu gehen. Leider war mein Beifahrer Georg Ringhof verhindert und so entschieden wir uns kurzer Hand, die erst 16 Jahre junge Tochter des Teamchefs, Sophie de Fries, die bis dahin nur eine Rallye bestritten hatte, für das Wochenende zu verpflichten. Als Ziel für die Veranstaltung hatten wir uns lediglich die Zielankunft, ohne das Auto zu beschädigen, und eine Menge Spaß zu haben, gesetzt. Anders als erwartet, funktionierte die Kommunikation auf Anhieb und die Gewöhnungsphase mit dem neuen Arbeitsgerät hielt sich auch in Grenzen, so dass wir von Beginn an ordentlich Gas geben konnten. Leider hatten wir schon nach wenigen Kilometern mit Zündaussetzern unseres Boliden zu kämpfen, wodurch wir gezwungen waren, meist schon bei knapp über 4000U/min zu schalten und uns in den schnellen Abschnitten der Prüfungen mit 135km/h, anstatt 160km/h und mehr, zu begnügen. Durch eine absolut fehlerfreie Fahrt und sicherlich auch begünstigt durch die Probleme der Konkurrenz, schafften wir dennoch den 1. Platz in der Klasse. Sophie hat bei ihrer erst 2.ten Rallye einen super Job gemacht und ohne die Zündaussetzer hätten wir sicherlich um einen Podestplatz im Gesamtklassement fighten können. Dennoch war es ein tolles Erlebnis, mit solch einem Fahrzeug an den Start zu gehen und wir hoffen, dies bald mal wiederholen zu können. Ein Dank an die Jungs vom Team de Fries Motorsport, sie haben uns ein toll vorbereitetes Fahrzeug mit an den Start gebracht und das der „Defektteufel“ zuschlagen würde, konnte niemand vorhersehen und gehört mit zum Motorsport. |
Eifel Rallye 2008
Die geilsten Strecken Deutschlands |
Am Freitagabend begann die Rallye mit dem Zuschauerrundkurs Hilgerath. Nachdem wir unseren Rhythmus nach einigen Kilometern gefunden hatten, machte es richtig Spaß vor den tausenden Zuschauern, die echte Volksfeststimmung verbreiteten, zu fahren. In der Nacht zum Samstag begann es dann zu regnen und alle Hoffnungen auf eine trockene Veranstaltung wurden zerstört.  Durch weitere kleinere Schauer am Morgen und teilweise abtrocknender Strecken, wurde die Reifenwahl zu einem echten Poker. Obwohl wir im ersten Durchgang auf abtrocknenede Strecken trafen, war die Entscheidung für Regenreifen absolut richtig, da die vorausfahrenden Fahrzeuge die Kurven mit schmierigem Dreck übersäht hatten und wir so zumindest etwas Grip fanden. Während des Services, vor dem 2.ten Durchgang, begann es wie aus Eimern zu schütten und wir entschieden uns erneut für die profilierten Reifen. Kaum hatten wir den Servicepark verlassen, kam die Sonne raus und die Strecken trockneten innerhalb von Minuten ab. Somit mussten wir den kompletten Durchgang mit Regenreifen absolvieren. Schon nach wenigen WP-Kilometern waren die Reifen überfordert und wir waren gezwungen, da das Auto beim anbremsen sehr unruhig wurde und die Reifen in den Kurven nur wenig halt gaben, unsere Bremspunkte weitaus früher zu setzen. Auch diese Umstände meisterten wir fehlerfrei und hatten nur den „Verlust“ der Regenreifen zu beklagen, die wir nach den WP’s entsorgen konnten. Für die Nachmittagsprüfungen trafen wir die richtige Entscheidung und fuhren mit Slicks raus. Ich kann gar nicht beschreiben wie viel Spaß es gemacht hat, auf den flüssig zu fahrenden Strecken der Eifel Rallye, so richtig Gas geben zu können. Es passte einfach alles, die Bremspunkte, die Geschwindigkeit, der Grip und die Ansagen von meinem Co Georg Ringhof. Besser hätte es kaum laufen können! Leider kam ausgerechnet zum Start der letzten Wertungsprüfung der Regen zurück. Das Wasser stand auf der Strecke und der Regen war so stark, dass wir nichts mehr sehen konnten. Es blieb uns nichts anderes übrig,  als über die Strecke zu rollen und Aquaplaning bekam eine neue Bedeutung, denn mit den abgefahrenen Slicks hatten wir keinerlei Bodenhaftung mehr und waren froh, als wir auch diese WP ohne Ausrutscher absolviert hatten. Aufgrund mangelnder Teilnehmer in unserer Fahrzeugklasse wurden wir in die nächst höhere eingestuft und staunten nicht schlecht, als wir von unserem 2.ten Platz erfuhren. Für eine tolle Zusammenarbeit möchte ich mich bei dem Mechaniker- team von de Fries Motorsport bedanken, sie stehen mir immer mit Rat und Tat zur Seite und das Auto lief wieder einmal wie das sprichwörtliche Uhrwerk. Besonders froh bin ich über die Zusammenarbeit mit meinem Co Geo, trotz der wenigen Rallyes, die wir bisher bestreiten konnten, habe ich unglaublich viel von ihm lernen können und der Spaß kommt dabei nie zu kurz.
Saar-Pfalz Rallye 2008
3ter Platz unter schwierigsten Bedingungen |
Nach dem wir, mein neuer Beifahrer Georg Ringhof und ich, bei unserer ersten Veranstaltung (Rallye Südliche Weinstraße) noch Opfer der Suzukischwachstelle Nr.1 wurden und mit einer defekten Antriebswelle auf WP3 aufgeben mussten, reisten wir hoch motiviert nach St. Wendel. Zwar war uns bewusst,  dass wir mit dem Ignis nicht wirklich große Chancen auf eine gute Platzierung haben würden, doch wir wollten unsere Zusammenarbeit im Auto weiter verbessern und das Tempo steigern. Orkantief Emma, ließ meine eigenen Erwartungen nochmals sinken, da ich unter solch extremen Streckenbedingungen noch nie an einer Rallye teilgenommen hatte. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase auf WP1, konnte ich mich recht schnell auf die schmierigen Verhältnisse einstellen und das Tempo mit jedem WP-Kilometer weiter steigern. Da ich mich darauf konzentrierte, dass Risiko eines Abflugs möglichst gering zu halten und sehr sauber zu fahren, wunderte es uns schon sehr, wie gut unsere Zeiten im Vergleich zur Konkurrenz waren. Bis auf einen kleinen Rutscher in eine angrenzende Wiese, in der wir ca. 1,5 Minuten feststeckten, fuhren wir eine fehlerfreie Rallye. Das wir am Ende dabei einen dritten Platz in unserer Klasse einfahren konnten, war schon toll, doch nach einem Blick aufs Gesamtergebnis, konnten wir unseren Augen nicht glauben. Wir haben es tatsächlich bis auf den 12. Gesamtrang geschafft und das in einem Feld von 49gestarteten  Fahrzeugen bei einem Lauf zur ADAC Rallye Masters. Die Veranstaltung war einfach nur toll, es hat riesigen Spaß gemacht bei diesen Bedingungen zu fahren und die enorme Erfahrung meines Beifahrers und seine präzisen Ansagen machten es mir leicht, mich hundertprozentig aufs Fahren zu konzentrieren, wodurch dieses Ergebnis erst möglich wurde. Das Team von de Fries Motorsport, hat wieder ein toll vorbereitetes Auto mitgebracht. Die Fahrwerksabstimmung funktionierte selbst unter diesen Bedingungen perfekt und gab uns genügend Sicherheit auf den rutschigen Strecken. Leider haben wir jetzt erst einmal wieder ein paar Wochen Rallyepause, denn wir freuen uns jetzt schon riesig auf die nächsten Herausforderungen.
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